Shang Chi and the Legend of the Ten Rings

Shang Chi ist nicht der (FILM), der er sein könnte…

…denn auf viele sehr starke Aspekt kommt ein wirklich schwacher, zumindest unterdurchschnittlicher.
Auf einen Moment, über den man sich freut, folgt einer mit Ernüchterung.

So funktionieren die 132 Minuten:
Es wird einiges gewagt und – mit dem Rest des MCU’s verglichen – zum Besseren verändert. Einige bekannte Marvel Probleme hat man aber im Schlepptau, wodurch nicht jede Chance genutzt wird und all das Positive daran scheitert, sich vollständig zu entfalten.

2 der größten Marvel Probleme sind hier gelöst:
Es gibt einen nicht vollkommen blassen Antagonisten und es gibt Kämpfe die keine Reise durch den Schnitt-Häcksler hinter sich haben.

Tony Leung’s Vater zeigt Tiefe – liegt am geschriebenen Charakter selbst, aber auch am Darsteller, der ihm Leben einhaucht.
Den Schmerz dieses Mannes, der sich erst alles erkämpft, einen großen Teil davon hinter sich lässt, den Rest verliert und anschließend wieder verbittert anfängt zu kämpfen, kann man im Gesicht des phantastischen Schauspielers lesen.
Irgendwie schafft man es, ihn dann auch noch sympathisch beim Essen zu inszenieren-das möchte ich sehen.

Bahnbrechend ist dieser Antagonist am Ende aber nicht. Er nimmt in der Geschichte eine zu kleine Rolle ein, hat nicht den nachhaltigen Einfluss auf unseren Protagonisten, denn er hilft ihm nicht wirklich sich weiterzuentwickeln und wird im Finale nebenbei entsorgt-schade.

In die Geschichte der großen Film-Antagonisten wird er nicht eingehen, er zeigt vielmehr, wie schlecht das MCU hier fast immer in der Vergangenheit aufgestellt war!

Zu den Kämpfen sei gesagt: So soll es sein!
Man hat passende (und unterschiedliche) Kampfstile für die Figuren gefunden und – wie es sich für einen Martial Arts Film gehört – nicht die gesamte Mühe durch zu hoch getakteten Schnitt in der Bedeutungslosigkeit verschwinden lassen.

Während man in diesen Bereichen so vieles besser schafft als bisher, zeigt man an anderen Stellen große Schwächen:
Cathy (gespielt von Akwafina) spielt kaum eine Rolle im Film, sie ist nur für das Finale da; eben jenes Finale wird nach Tod des Vaters zu einer banalen CGI Schlacht, die für Geschichte und Charaktere kaum eine Rolle spielt;
auch keine Rolle spielt Shang selber in einem Akt/einer Sequenz (je nach Aufteilung des Films in 5 oder 3 Akte) in der Mitte des Films;

Über mehrere kleine Mankos (Plot Convenience des Waldes etc.) lässt sich hinwegsehen, über diese genannten aber nicht.

Endlich wird das Marvel-Kino in teilen weiterentwickelt, von einer Offenbarung sind wir noch (weit) entfernt.

Der Film kann sich nicht ganz entscheiden, ob er Martial Arts, Fantasy und/oder Gangsterfilm ist..

ABER:

Tief im inneren steckt in Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings ein guter Film;
Leider nur tief im Inneren.

7/10

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Maxx & Maxi


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